Ergebnisdenken

Der große Unterschied zwischen “Aktivitäten planen/denken” und “Ergebnisse planen/denken”

Man könnte sagen, “Ergebnisdenken” ist eine Zauberformel. Wer diese Denktechnik beherrscht und anwendet, dem ist nicht nur eine kontinuierliche Entwicklung sicher, sondern eine sprunghafte! Sie sollten bewusst unterscheiden zwischen “Aktivitäten planen/denken” und “Ergebnisse planen/denken”.

Die meisten Menschen haben sich ihr Leben lang angewöhnt, in Aktivitäten zu denken. Das hat beachtliche Nachteile, weil es die großartigen Möglichkeiten, die das Unterbewusstsein liefern könnte, weitgehend ausschließt. Außerdem ist dieses vordergründige Denken mit dem Mangel behaftet, dass vieles Unbekannte für die geplante Aktivität offen bleibt und viel dem Zufall überlassen wird.

Wenn Sie z.B. in Ihrem Planer notieren: “Mittagessen mit…” oder “Besprechung mit ” oder “Abteilung X kontrollieren” oder „Rasen mähen” und ähnliche Beispiele, dann sind das alles “Aktivitäten”.

Wie sähen hier die Ergebnisse aus?

Diese Denktechnik ist mir an folgendem Beispiel klargeworden. Meine Sekretärin hatte mich einmal vor ihrem Urlaub darum gebeten, während ihres Urlaubs die verschiedenen Blumen im Büro regelmäßig zu gießen. Ich notierte also in meinem Zeitplaner, “Blumen gießen”. Nun tat ich es auch, morgens ging ich reihum im Büro zu den verschiedenen Pflanzen und verabreichte ihnen gleichmäßig etwas Wasser. Was erlebte ich nun am dritten oder vierten Tag?

Bei einer bestimmten Pflanze, ich hatte kaum mit dem Gießen angefangen, floss aus diesem Topf das Wasser über den Topf hinaus. Ich hatte hier auch an den vergangenen Tagen nicht mehr oder weniger gegossen, als bei allen anderen Pflanzen und Blumen auch. Diese Pflanze hatte also an den Vortagen das Wasser überhaupt nicht verbraucht.

Das gab mir zu denken. Hier entstand die Idee, dass der Vorsatz, “Blumen gießen”, diese Aktivität, einen Fehler enthalten musste. Wie müsste die Vormerkung in Ihrem Zeitplaner eigentlich heißen? Wie sähe die Formulierung aus, wenn Sie diese als “Ergebnis” ausdrücken möchten?

Ein Ergebnis ist das, was man erreichen möchte. Man sieht die Vollendung des Wunsches, des Zieles oder der Aufgabe bildhaft vor Augen. Ergebnisse planen/ denken ist wie eine Vision. Bereits als erreicht vorgestellt hat es eine besondere Wirkung auf das Unterbewusstsein. Es wird bestrebt sein, alle nur möglichen Hilfsmittel, Ideen, Gedanken etc. auszuschöpfen und dem Bewusstsein zu liefern, die zur Erreichung des jeweiligen Zieles notwendig sind.

In dem Buch von Raymond Hull “Alles ist erreichbar” können Sie auf Seite 13 folgendes lesen: “Einige Gramm Metall ergeben, richtig geformt, einen Schlüssel. Wenn dieser in das passende Schlüsselloch gesteckt und in einer bestimmten Richtung gedreht wird, kann er eine zehn Tonnen schwere Tür öffnen.” Was Sie hier über das “Ergebnisdenken” lesen ist so etwas wie ein Schlüssel für einen reichen Schatz, der tief in Ihnen verborgen ist. Sie werden sich mit diesem Schlüssel undenkbare Schätze erschließen.

Sie können sogar bereits in der Bibel etwas über das Ergebnisdenken lesen: Bei Markus u.24 finden Sie folgenden Text: “Bei allem, um was Ihr betet und fleht, glaubet, dass Ihr empfangen habt, und es wird euch zuteil werden.” Was enthält diese Botschaft? Der von Gott erleuchtete Evangelist fordert uns auf; als Tatsache zu glauben und als wahr hinzunehmen, was wir wünschen, dass unser Wunsch bereits erhört und erfüllt wurde, dass wir “empfangen haben” und dass sich somit auch die Verwirklichung einstellen wird.

“Dein Glaube hat dir geholfen” drückt genau das Gleiche aus. Es ist die Gesetzmäßigkeit, mit der unser Unterbewusstsein arbeitet. Wenn ich von dem, was ich wünsche und anstrebe, eine klare Vorstellung habe, ein klares, deutliches Bild, farbenprächtig ausgemalt, dann ist das Unterbewusstsein bestrebt, an der Erfüllung schöpferisch zu wirken.

“Ergebnisdenken” könnten Sie auch “Esoterik des Erfolges nennen”, also “Geheimes Wissen um den Erfolg”. Diese wunderbare Wirkungsweise in unserem Inneren ist allerdings scheinbar fast niemandem bekannt. Denn wer ließe sich sonst wissentlich diese großartige Hilfe entgehen? Man würde sie allgemein anwenden. Wer dieses geheime Wissen bewusst anwendet, kann dem Erfolg nicht ausweichen! Der Erfolg stellt sich mit Sicherheit ein. Um das zu verstehen, was in folgendem über “Ergebnisdenken” gesagt wird, müssen wir uns deutlicher an die Wirkungsweise des Unterbewusstseins erinnern.

Sie wissen, dass das Unterbewusstsein vor allem auf Bilder, auf bildhaft vorgestellte Ergebnisse, aktiv an der Verwirklichung mitarbeitet. Wir sollten uns dabei auch an die Wirkungsweise der Suggestion erinnern! Suggestive Vorstellungen schaffen Wirklichkeit. Wir kennen das ja bereits vom Autogenen Training: Nur durch suggestive Gedanken kann man z.B. ein Schwere-, Wärme- und Kältegefühl erzeugen. Wir kennen es auch von der Hypnose und zum Beispiel von den Placebos. Weil Suggestionen Wirklichkeit schaffen, ist es auch so wichtig, genauestens darauf Wert zu legen, dass sich keine negativen Vorstellungen bei uns einschleichen.

Hierzu gehört, dass man Verneinungen vermeidet. Zum Beispiel:

  • Ich bin so müde, krank, gestresst, kaputt, arm, traurig, enttäuscht usw.
  • Ich halte das nicht mehr aus!
  • Das mache ich nicht mehr mit!
  • Mit mir nicht! Ich habe die Nase voll!
  • Ich bin so allein!
  • Meine schwere Last ist mir unerträglich. usw.

Sie können in Ihrer Umgebung sicherlich viele Negativ-Programme, negative Denkgewohnheiten feststellen, wenn Sie darauf achten:

“Ich will ja nicht kritisieren, aber…” “Ach, schon wieder…”

“Das ist doch zum Kotzen”

“Das hat doch keinen Zweck…”

“Das bringt doch nichts…”

“Das lerne ich nie …”

“Alles muss man selber machen…”

“Mir hilft doch keiner…”

“Ich vergesse aber auch alles…”

“Das geht mir an die Nieren, auf den Geist.”

In gleichem Sinne: reden über Krankheiten oder reden über eigene oder anderer Misserfolge.

Manche Menschen kämpfen innerlich mit gewaltig aufgeblähten Schwierigkeiten und verbrauchen damit ihr seelisches Energiepotenzial. Sie streiten im Geist mit ihrem Ehepartner, mit dem Vorgesetzten, mit einem Miesling im Geschäft, bei der Behörde, im Straßenverkehr usw. Solche Menschen können von den Schattenseiten des Lebens ganz erdrückt werden. Wir finden sie niedergeschlagen, erschöpft.

Das Pech oder Unglück spielt sich zunächst immer nur im Kopf, also in der Vorstellung ab. Unser Unterbewusstsein steuert den Organismus unbewusst so, dass das Bild in der Vorstellung sich auch erfüllt. Nur der Verstand ist kritikfähig, das Unterbewusstsein arbeitet blind ohne Verstand.

Wir sollten also mit unseren Gedanken vorsichtig sein. Wir müssen darauf achten, was wir an Gedanken und Vorstellungen aussenden und aussprechen.

Nicht nur das, wir sollten auch ein eventuell vorhandenes Negativprogramm “knacken”!

Wer über sich und andere negativ denkt, schadet sich. Sie sollten bei sich nur positive, optimistische Vorstellungen, nur positive Erlebnisbilder, nur positive Formulierungen dulden. Es ist allerdings für viele ein harter Brocken zu erkennen, dass der Glaube an das Gelingen viel stärker der Schlüssel zum Erfolg ist, als Planung oder Berechnung allein. Der Schatz in unserem unbewussten Talent kann gehoben werden. Aber wie? Wie am leichtesten? Wie am besten?

Die Antwort heißt: Positiv Denken! Lebensfördernde Ziele haben, das eigene Leben in eine gute Sache einbringen! Hoffnung und Zuversicht denken, ausdrücken, aussprechen.

Nur mit positiven Gedanken ins Bett gehen, auf dem Nachttisch mehr aufbauende Literatur, reinen Tisch machen vor dem Schlaf, den Tag nachbereiten mit besonderem Blick auf die positiven Erlebnisse und Ereignisse, sich auf den morgigen Tag freuen, Wünschen Ausdruck geben.

Vor allem aber dem Unterbewusstsein Ergebnisse oder Visionen als Bilder anbieten. Wie schon eingangs gesagt, das große Geheimnis für den Erfolg besteht darin, weniger in “Aktivitäten” zu denken und zu sprechen, sondern positive Ergebnisse zu denken und schriftlich zu formulieren.

Wie sieht das aus?

Ein treffendes Beispiel um die Wirkungsweise eines “bildhaften Ergebnisses” finden wir in der Geschichte der NASA:

Die außerordentlich erfolgreiche strategische Vision von John F. Kennedy für die NASA war, bis zum Ende des Jahrzehnts einen Mann auf den Mond zu bringen. Diese strategische Vision gab der ganzen Organisation die Richtung an. Niemand brauchte jemals mehr daran erinnert zu werden, wozu diese Organisation eigentlich da war, was sie erreichen wollte. Wenn im Gegensatz dazu das Ziel, bis zum Ende des Jahrzehnts einen Mann auf den Mond zu bringen in die Worte gefasst worden wäre, wir wollen die führende Macht in der Erforschung des Weltraums werden, würde dies dem einzelnen kaum gesagt haben, was er eigentlich tun sollte und was man von ihm erwartete.

Ein Mann auf dem Mond war ein deutliches Bild, ein deutliches Ergebnis. Hier konnte das Unterbewusstsein aller NASA-Mitarbeiter schöpferisch tätig werden. Und wie wir alle wissen, wurde die Leistung erbracht.

Wie schon einmal erwähnt, birgt das “Aktivitäten-Denken” auch erhebliche Gefahren. Die vordergründige Aktivität zeigt ja nicht das volle Bild und das, was alles daraus werden kann. Die Aktivität “geplant” lässt viel Unbekanntes offen und überlässt zu viel dem Zufall!

Wenn Sie sich jahrzehntelang angewöhnt haben, nur Aktivitäten zu denken und zu planen, dann bedarf es schon konsequenter Übung und Trainings, sich diese neue Denkstruktur anzugewöhnen.

Wie und wo sollten Sie sich im “Ergebnisdenken” trainieren? Formulieren Sie bereits bei der Tagesplanung so viele “Aktivitäten” wie möglich als Ergebnisse. Scheuen Sie sich nicht vor längeren Texten. Die Mühe lohnt. Sie werden überrascht sein, wie viele neue Ideen Ihnen dann das Unterbewusstsein zu Ihren Vorhaben liefert. Vor allem dann, wenn die Tagesplanung bereits am Abend zuvor gemacht wird. Dann hat das Unterbewusstsein nachts Zeit, an Hilfen, Ideen, schöpferischen Gedanken zu arbeiten, die Sie für die Erreichung der Ziele benötigen.

Wo noch sollten wir permanent statt Aktivitäten Ergebnisse denken und planen? Bei der Wochen-, Monats-, und Jahresplanung. Besonders aber bei einzelnen Vorhaben, die Sie schriftlich mit einem Erfolgsplan vorbereiten, gilt es, die Zielformulierung als “Ergebnis” auszudrücken. Überall im Leben könnten wir noch statt Aktivitäten “Ergebnisse” planen und formulieren? Mit der neuen Gewohnheit, statt Aktivitäten “Ergebnisse” zu denken, werden Sie die Möglichkeiten Ihrer Begabung und Ihrer Anlagen voll ausschöpfen!

Niemand hat Grund, bescheiden zu bleiben. Mit dem Ergebnisdenken rücken die Sterne bedeutend näher. Aber es gilt, die jahrzehntelange Gewohnheit, die antrainierten bisherigen Denkmechanismen abzulegen! Nicht positiv zu denken, das Unterbewusstsein nicht anzuregen, nicht schöpferisch für den eigenen Lebenserfolg tätig zu sein, verhindert die optimale Nutzung des eigenen Potenzials, ja, macht sie unmöglich.

In Aktivitäten denken engt den Geist ein, es behindert die Kreativität, es behindert auch alternatives Denken. Der Geist bewegt sich auf eingefahrenen Gleisen. Aktivitäten-Denken ist vordergründiges Denken. Vor allem hält es den Kanal zu den schöpferischen Möglichkeiten des Unterbewusstseins verstopft und geschlossen. Ich wünsche, dass Sie hier bald sagen können Ergebnisdenken ist für mich zu einer lieben Gewohnheit geworden!” Was würde die Folge sein?

  • Sie steigern Ihr Können auf allen Gebieten.
  • Sie verbessern Ihre Fähigkeiten
  • Sie denken “anders”, nämlich immer positiv.
  • Ihr Unterbewusstsein ist immer dynamischer.
  • Ihr Selbstvertrauen steigt.
  • Die Qualität Ihres Denkens verbessert sich.
  • Ihre Kreativität steigert sich.
  • Sie sehen immer mehr auch vorteilhaftere Alternativen.
  • Die Motivation für jegliches Handeln ist verbessert

Ergebnisdenken ist umsetzen von Zielen, Wünschen und Aufgaben in ganz deutliche Bilder, die den angestrebten Zustand als erfüllt sehen. Ergebnisdenken ist beständiges positives Denken!

Einige Ergebnis – Formulierungen:

  • Ich arbeite konsequent und methodisch.
  • Ich habe meine Ziele deutlich vor Augen, und ich weiß genau, was ich will.
  • Ich bin aufmerksam und lernbereit.
  • Ich führe durch, was ich für mich als richtig erkannt habe.
  • Ich kann mich gut konzentrieren und auch entspannen.
  • Ich bin kontaktfreudig, aufgeschlossen und tolerant.
  • Entscheidungen kann ich schnell und sicher treffen.
  • Ich bin stets interessiert und höre gern zu.
  • Meine Erwartungshaltung gegenüber Partnern spreche ich klar aus.
  • Ich fasse mich kurz.
  • Ich kann andere begeistern und gut motivieren.
  • Ich formuliere präzise und verständlich.
  • Ich lebe mein eigenes Leben konsequent.
  • Ich vertraue auf meine Fähigkeiten. – Ich fühle mich fit, wohl und gesund.
  • Ich wähle selbst die Einflüsse, denen ich mich aussetze.
  • Meine Arbeit macht mir Freude.
  • Ich habe viel Grund, mich zu freuen.
  • Ich genieße die Zeit mit meinem Partner.
  • Die Besprechung mit XY verläuft in einer wohlwollenden Atmosphäre.