Haben Sie Ihren Stress im Griff?

Immer wieder können wir lesen, dass Stress eine Geißel unserer Zivilisation ist. Und die Präzision der Mikro-Elektronik beschert uns – neben vielen Vorteilen – immer neue verheerende Abhängigkeiten. Je komplizierter und komplexer ein Organismus wird, umso komplizierter und komplexer werden auch seine Bedürfnisse. Selye nannte den negativen, schädlichen, letztlich lebenszerstörenden Stress „Distress“, den positiven, lebensfördernden Stress „Eustress”. Distress bringt Leid, Depressionen, Krankheit, Neurosen; Eustress bringt Freude, Gesundheit, Glück und Zufriedenheit in das Leben, wodurch in Einzelfall Situationen als bedrohlich empfunden werden, die zu Stressreaktionen führen, ist subjektiv unterschiedlich. Generell lässt sich jedoch sagen, dass Erwartungen, die man nicht erfüllt, fehlendes Können, seine Aufgaben methodisch vorzubereiten und zu lösen, Unfähigkeit, sich seine Zeit und seine Möglichkeiten richtig einzuschätzen, das bohrende Minderwertigkeitsgefühl, das einen treibt, sich mehr vorzunehmen als man verkraften kann, sich als Faktoren erweisen, die Stresssituationen hervorrufen. Distress-Energien, die nicht wieder abreagiert werden können, wirken wie reines Gift, wirken sich auf die Schwachstellen im Organismus (Magen, Darm, Herz) aus.

Man kann sie abreagieren:

  • durch das bewusstes Ausleben der empfundenen Emotionen,
  • durch Muskelreaktionen,
  • durch Entspannung und Meditation,
  • durch Eustress-Tätigkeiten.

Gerade diese letzte Möglichkeit ist für viele Menschen, die eine Lebensbetrachtung, wie sie die Großmann-Methode vermittelt, nicht kennen, die beste Form, mit den nachteiligen Auswirkungen des Stress fertigzuwerden. Nach Selye erleben die meisten Menschen gerade durch ihre falschen Lebenseinstellungen zu viel Distress.

Das Er- und Ausleben positiver Gefühle erzeugt im Menschen das Gefühl der Lebensfrische, der Stärke, Gesundheit, Vitalität und der Freude. Es kommt deshalb darauf an, lustbetonte Tätigkeiten zu suchen, die Eustress vermitteln. Diese Tätigkeiten liegen in der Regel im Bereich von Hobbys, persönlichen Interessen, der Verwertung der eigenen Stärken, der Arbeit in Bereichen, in denen man starke Erfolgserlebnisse hatte. Aber auch Zärtlichkeit und Sexualität sind in diesem Zusammenhang zu nennen.

Im Detail heißt das für die Berufspraxis:

1    Am Arbeitsplatz immer erst die unangenehmen Aufgaben, also alle belastenden Aufgaben, lösen, bevor man sich mit den angenehmen Dingen, die man lieber tut oder die man besser macht als andere, belohnt.

2    Die Berufsarbeit bewusst zu gestalten

  • durch die Organisation der Berufsarbeit,
  • durch die Anwendung von Methoden und Verfahrensweisen – die wir in der Produktion anwenden -, vor denen wir selbst uns nur zu gerne drücken (z. B. eine persönlichkeitsgerechte Zeitplanung),
  • durch prioritätengerechtes Arbeiten,
  • durch Zielklarheit über die zu planenden Ergebnisse.

3    Sich in dem aussichtsreichsten Spezialgebiet einen “Know-how -Vorsprung” schaffen, ausbauen und nutzen.

4    Erfolgserlebnisse schaffen.

Viele Menschen sind nur deshalb Versager, weil sie noch nie etwas Bestimmtes oder einen Erfolg erstrebt haben, sie noch nie Situationen herbeigeführt haben, die zu Erfolgserlebnissen führen, noch nie lohnende Ziele oder Aufgaben mit erkennbarem Erfolg angestrebt haben.

5    Mit sich selbst, seiner Familie, der Umwelt „in Ordnung” zu sein und alle Sorgen, Ängste, Belastungen beseitigt zu haben. Denn nur ein gesunder und ausgeglichener Mensch ver­mag seinen Verstand richtig einzusetzen.

6   In dem, was man tut, wie man etwas tut und für wen man etwas tut, Freude, Erfüllung und Befriedigung zu finden.

Dies hört sich recht leicht an

Bei fast einer großen Anzahl von Arbeitslosen kommt der Erhaltung des Arbeitsplatzes durch eine erfolgreiche Berufsarbeit eine besondere Bedeutung zu. Wer Arbeit hat, wird in vielen Fällen stärker gefordert, es werden durch Automatisierung und Rationalisierung allgemein 10% – 40%. des bisherigen Personals gespart. Wer keine Arbeit hat, muss besonders gründlich und vorausschauend nicht nur benötigtes Können zu offerieren haben, er wird auch Besonderheiten zu bieten haben, um überhaupt eine Arbeitschance zu erhalten.

In nicht wenigen Fällen, in denen Menschen möglicherweise jahrelang außerhalb des Berufslebens standen, werden diese Menschen neue Aufgaben/neue Tätigkeitsbereiche brauchen um ihrem Leben einen Sinn, einen hohen Wert geben zu können.

Die in Schulen und Hochschulen vermittelten Kenntnisse im Bereich der persönlichen Arbeitsorganisation reichen hierbei selten aus, um den Anforderungen der Praxis langfristig gewachsen zu sein. Dies wiegt umso schwerer, als doch gerade hier ein großer Bedarf liegt. Hier ist es besonders wichtig, dass sich der Einzelne in speziell angebotenen Seminaren das entsprechende Wissen über die Arbeitsmethotik und Zeitplanung aneignet. Dies ist wichtig, um den Anforderungen der Berufsarbeit optimal zu entsprechen und auch ein relatives stressfreies Leben zu führen.