Philosophie des Erfolges und warum schriftlich planen?

Um Ihnen zu demonstrieren, worauf es hier ankommt, lassen Sie mich Ihnen zunächst ein Erlebnis erzählen. Stellen Sie sich einen weiten schönen Sandstrand am Meer vor. Herrlicher Sonnenschein lädt zum ausgiebigen Schwimmen ein. Ca. 150 m vom Strand entfernt liegt immer ein Boot vor Anker, die „Poseidon”. Sie ist ein beliebtes Ziel für viele Schwimmer. Weiter draußen im Meer, vielleicht bei ca. 300 m befinden sich parallel zum Strand Bojen. Eine dieser Bojen war immer mein Schwimmziel. Bald schlossen sich mir auch andere Badegäste, Bekanntschaften vom Strand, an.

Sie waren ganz stolz, wiederum ihren Bekannten oder Partnern zu erzählen, wie weit, sie geschwommen waren. Von den Hotelfenstern aus waren die Bojen zu sehen und so konnten sie sich von nicht so mutigen Schwimmern bewundern lassen, wenn sie auf diese Ziele zeigten.

Eines Morgens, nach der offiziellen Saison, waren die Bojen nicht mehr da. Vergeblich schauten wir aufs Meer. Sie waren nachts abtransportiert worden, auch das Boot, die “Poseidon”, hatte wohl ein anderes Quartier.

Was waren die Auswirkungen?

Das Ziel, die Ziele waren nicht mehr da und was geschah? Niemand mehr schwamm soweit ins Meer hinaus. Es war das gleiche Wasser, man sah die gleichen Fischschwärme beim Schwimmen, die Wellen belebten sanft das Meer, aber das Ziel war nicht zu sehen. Das Ziel, das irgendwie Geborgenheit vermittelte, das der Ausdruck des Erfolgserlebnisses war. Ohne dieses Ziel war auch ein beachtlicher Anteil am Vergnügen dahin. Die rechte Freude, sich im Meer zu tummeln, war geschmälert. Vor allem fehlte das Erfolgserlebnis. Auch die Motivation war dahin. Die Boje war immer mit einer kleinen Anstrengung, mit einer bewussten Leistung verbunden.

Ohne Ziele treiben wir dahin!

Lassen Sie mich Ihnen eine weitere kleine Geschichte vortragen. Fragen Sie sich, was machte der Bauer in dieser Geschichte falsch?

Ich Fand sie in dem Buch von Sieved “Mehr Zeit für das Wichtige”, Econ Verlag

Ein Bauer dachte morgens beim Aufstehen, heute müsste eigentlich das Feld hinten am Wald, 2 km vom Hof, gepflügt werden.

Der Lichtschalter hatte einen Wackelkontakt, er reparierte ihn. Das Garagentor klemmte, er reparierte es.

Die Zündung des Treckers war nicht in Ordnung, er stellte sie ein.

Der Wagen müsste eigentlich auch mal neue Reifen haben, er zog sie auf. Es war Futterzeit für Kühe und Schweine, er gab ihnen Futter!

Das Rücklicht an seinem Auto war beschädigt, er reparierte es. Bis abends hatte der Bauer hart und ohne Pause gearbeitet. Nur der Acker am Wald, der war nicht gepflügt.

Jeder von Ihnen hat sicher sofort erkannt, was dieser Bauer falsch gemacht hat! Überlegen Sie einmal selbst: Verhalten sich nicht viele Menschen, auch Sie. im Leben oft ähnlich wie der Bauer an diesem Tag?

Um Ihnen einige Beispiele zu nennen:

Sie haben bestimmte Ziele und Wünsche – doch Ihr Leben verläuft ganz anders: Sie wünschen sich, gesund zu bleiben – und werden krank!

Sie wollen ein florierendes Geschäft aufbauen – und kommen aus der Mittelmäßigkeit nie heraus oder landen im Konkurs. Sie bemühen sich, anziehend, charmant und freundlich zu sein, doch Sie wirken auf ihre Mitmenschen unsympathisch, ecken dauernd an und werden gemieden.

Solche Beispiele könnten Sie mir viele nennen, aus allen Lebensbereichen; die Liste ließe sich beliebig fortsetzen!

Was also hat der Bauer falsch gemacht? Was machen Sie in Ihrem Leben falsch?

Der Bauer hatte zwar ein Ziel, aber keinen Plan, an den er sich gehalten hätte, und der sein Handeln kontrollierbar gemacht hätte.

Was heißt eigentlich Plan?

Ein Plan ist etwas Konkretes, ein Dokument, etwas, das man anfassen kann. Er ist also immer schriftlich.

Ein Plan, ein Programm, ist die Gesamtheit aller Einzelschritte, die zur Lösung eines bestimmten Problems in einer logischen lückenlosen Reihenfolge notwendig sind!

Planen heißt; die zur Erreichung eines gesetzten Zieles notwendigen Schritte mit allen ihren Konsequenzen zu ermitteln und diese zu einem sinnvollen und rationellen Arbeitsablauf zusammenzufassen Planen ist denken mit Papier und Bleistift.

Ohne schriftliches Planen vergessen wir bis zu 90 % von einem zum anderen Tag. Den schriftlichen Plan können Sie immer wieder ergänzen und vervollständigen. Vor allem aber erlaubt nur der schriftliche Plan die konkrete Kontrolle für die Durchführung aller Teilschritte bis zur Lösung einer Aufgabe.

Denken, Planen, Handeln

Denken, Planen, Handeln, das sind drei „goldene Schlüssel”.

Sehen wir uns einmal dieses Dreigestirn, diese „drei goldenen Schlüssel des Erfolges“ an: Viele Menschen denken nach und glauben, dies sei schon „Planen”. Aber stellen Sie sich vor: Könnte z.B. ein Baumeister einzig und allein nach Ihren Gedanken ein Haus bauen? Auch wenn man, modern gesprochen, eine Idee von Kopf zu Kopf „faxen” könnte, ist das immer noch kein Plan. nach dem Sie exakt die vielen Teilschritte für die Lösung einer Aufgabe, hier: Ein Haus bauen, durchführen könnten. Es sind und bleiben nur Ideen, Gedanken, sonst nichts.

Andere Menschen denken und handeln, sie lassen die Phase des schriftlichen Planens aus. Das hat jedoch beachtliche nachteilige Folgen. Viele Nachteile bleiben verborgen, weil der Vergleich fehlt, welche noch größeren Leistungen hätten erbracht werden können. Allerdings sind einige der nachteiligen Folgen meist schnell bemerkbar: Energieverlust, Stress, Ärger, nutzlose Wege. Sie sind wahrscheinlich noch die geringfügigsten Nachteile.

Andere Menschen denken und planen; bei Ihnen hapert es an der Durchführung, am Handeln, Sie können sich nicht entscheiden, verstricken sich in ihre Ideen und kommen trotz guter Gedanken zu keinem erfolgreichen Leben.

Auch die Variante: Planen und Handeln ist vorstellbar. Hier wird die Phase des Denkens, des Analysierens ausgelassen.

Hier ist zu befürchten, dass Sie dann die richtigen Ziele übersehen, dass Sie weder engpassorientiert Ziele setzen noch die richtige Priorität erkennen.

Die optimale Vorgehensweise ist:

  •    Denken, (d. h. Ziele und Wünsche kreieren durch gründliche Analysen).
  •    Dann Planen, also einen exakten schriftlichen Plan erarbeiten: nach dem Sie handeln können.
  •    Schließlich: Handeln.

Für die Durchführung Ihrer Planungen sollten Sie ein gutes Zeitgestaltungs-System nutzen.

Und für das schriftliche Planen eine besondere Planungsstrategie. ein „Erfolgsplanungssystem“ anwenden, Alternativen berücksichtigen.

Zur erfolgreichen Planung gehört auch, offen sein für Alternativen. Den wenigsten Menschen ist bekannt, mit wie großen „Scheuklappen“ sie durchs Leben gehen. Die sogenannte „Betriebsblindheit“ ist allgemein bekannt. Allerdings akzeptieren sie diese Aussage vor allem, wenn andere damit gemeint sind. Für sich selbst unterstellen sie, dass sie davor gefeit sind.

Wenn Sie sich angewöhnen, immer wieder Alternativen zu suchen, auch alternative Lösungen zu überlegen, werden Sie „Scheuklappen” und „Betriebsblindheit” verhindern.

Alternatives Denken fördert die Kreativität.

Denken (analysieren), Planen (aufschreiben) und Handeln (durchführen) gehören also zusammen, sind eine wichtige Regel, ein „Dreigestirn” eine bedeutende Struktur für jegliches Vorgehen.

Welche Fehler vermeiden?

Welche Fehler könnten dabei trotzdem auftreten?

Nehmen wir an, Sie beherrschen perfekt Ihre Planung und managen hervorragend die Durchführung einer Aufgabe. Doch Sie verwenden dieses Können einseitig, auf einen Lebensbereich beschränkt, beispielsweise den Beruf.

Überlegen Sie gut: Sind Sie schon erfolgreich, wenn die Kasse stimmt, wenn Sie Vermögen anhäufen und die Karriereleiter rasant emporkommen?

Sie kennen sicher auch diese Art von „Erfolgreichen”, die nach außen hin imponierende Erfolge aufweisen. bei denen sich aber hinter den Kulissen Probleme über Probleme häufen und keine Lebensqualität mehr vorhanden ist.

Jedem von Ihnen falten bestimmt solche Menschen ein, die beruflich und materiell erfolgreich sind, aber:

  • – deren Ehe oder Partnerschaft in die Brüche geht;
  • – die frühzeitig erkranken oder gar sterben;
  • – die ihre Kinder vernachlässigen, mit den dann oft eskalierenden Folgen und vieles mehr.

Was haben diese nach außen hin so Erfolgreichen für Fehler gemacht? Sie haben sich einseitig verhalten, sich nur in eine bestimmte Richtung entwickelt!

Welches sind nun die Hauptlebensbereiche des Menschen?

Die Lebensbereiche, die Sie bewusst leben, erleben und damit auch bewusst planen und gestatten sollten:

  • das eigene Ich.
  • – die eigene Entfaltung; eigenes Wissen und Können;
  • – fehlende Fähigkeiten aneignen;
  • – die eigenen Begabungen voll ausschöpfen, weise werden.
  • Herz, Verstand und Seele im Gleichgewicht halten;
  • – ein positiver, froher Mensch sein; die eigene Gesundheit erhalten, und Krankheiten vorbeugen.
  • – harmonische mitmenschliche Beziehungen; Partner, Familie, Kollegen. Freunde, Gesellschaft etc.
  • – Beruf: materielle Sicherheit. Existenz usw.

Aber es gilt auch die „Nase vorn zu behalten”.

  • Also ein besonderes Können zu entwickeln,
  • mit Schwierigkeiten fertig zu werden.
  • nicht ins Nichts zu fallen. wenn anscheinend schicksalhafte Ereignisse plötzlich die – Gesamtsituation total verändern

Auch der Bereich:

  • Gesellschaft, Gemeinde, Politik ist ein Gebiet für Aufmerksamkeit und Planung.

Nicht zuletzt aber auch der Bereich:

  • -Mitwelt, Umwelt und Nachwelt

Denken Sie z. B nur an die vielen Fälle, bei denen ein fehlendes oder fehlerhaftes Testament Streit und Zwietracht in engste Familienkreise brachte.

Ihre Lebensplanung sollte sich nicht einseitig nur auf einen oder wenige Bereiche Ihres Lebens beschränken: sie sollte möglichst ganzheitlich angelegt sein!

Eines der Kernthemen ist die Großmann-Methode mit ihren Analysen und dem Wieplan. Hier werden Sie mit vielen Fragen in all diesen Lebensbereichen konfrontiert und können sich einen Wunsch- und Zielekatalog erarbeiten, der Ihnen eine bessere ganzheitliche Lebenssynthese und Lebensstrategie ermöglicht!

Was gehört noch zur Philosophie des Erfolges?

Wenn Sie ein langfristiges Konzept, möglichst als Lebenswunschbild, erarbeitet haben, gilt es, die richtigen Prioritäten zu setzen. Es gilt, sich die Frage zu stellen: Welche der vielen Möglichkeiten ist in meiner jetzigen Situation am aussichtsreichsten, am zweckmäßigsten? Welcher Plan hat Priorität? Hier sollten Sie das “Pareto-Prinzip” bzw. die „ABC-Analyse“ berücksichtigen.

Für Ihren Lebenserfolg ist außerdem wichtig, womit Sie sich beruflich befassen; ob Sie damit eine Aufgabe von Wert gewählt haben. Es ist wichtig, dass sie sich über den Wert Ihrer Aufgaben Klarheit verschaffen, einen hohen Wert anstreben und selbst ein hoher Wert sind.

Ich kann mir denken, dass sie ein wenig Angst bekommen vor dieser Fülle von Bereichen, die Sie beachten sollen. Ja, es wäre wirklich eine „Ochsentour“, wenn Sie sich mit all diesen Themen abplagen müssten und zu jedem Thema dann Erfolgspläne erstellen sollten. Doch ich möchte Ihnen Mut machen. Es gibt Hilfen, die Ihnen das Leben wesentlich erleichtern können, die Sie vielleicht nur noch nicht kennen und deshalb nicht ausschöpfen. Es gibt die Möglichkeit, in der Planung so gekonnt vorzugehen, das mit der Lösung eines Problems, einer Aufgabe, mit der Erreichung eines Ziels gleich noch eine Reihe anderer Aufgaben mitgelöst werden können. Es ist das “engpassorientierde” Ziele setzen. Eine Methode, das Problem hinter dem Problem zu erkennen und nicht nur die richtige Priorität für Ziel und Planung zu setzen, sondern damit zusätzlich einen „Hebel“ anzuwenden, mit dem Sie mehrere Aufgaben zugleich lösen können.

Zum anderen steckt in Ihnen, in Ihrem Unterbewusstsein eine nie versiegend starke Energiequelle, die bei den meisten Menschen kaum oder nur geringfügig genutzt wird. Das Unterbewusstsein zu nutzen und vor allem positiv aktivieren zu können, ist ein erlernbares Können.

Eine besondere Variante hiervon ist das „Ergebnisdenken”. eine wahre „Zauberformel“. Sie führt Sie unweigerlich zum Erfolg.

Erfolgreich denken lernen, das heißt nämlich nicht nur positiv denken lernen, sondern sich eine besondere Denkstruktur anzueignen.

Lebenserfolg haben, heißt also nicht nur Ihre Existenz zu managen, sondern möglichst eine Vision für Ihr ganzes Leben zu haben.

Einige Beispiele:

  •  gesund zu sein, Gesundheit zu verursachen;
  •  die eigene Entfaltung zu einer wertvollen Persönlichkeit zu gestalten;
  •  Harmonie im mitmenschlichen Bereich;
  •  erfolgreich tätig sein auf wirtschaftlichem Gebiet, unter Berücksichtigung des Wertfaktors;
  •  besonderes Können zu entwickeln, Schwierigkeiten zu überkompensieren;
  •  das gesellschaftliche Leben mitzugestalten; für Mit-. Um- und Nachwelt möglichst von Wert zu sein.

In der „Erfolgstreppe” können Sie sich das alles veranschaulichen.

ANALYSEN die alle Lebensbereiche berücksichtigen (ganzheitlich) sind die Voraussetzung für die ZIELSETZUNG.

Dann erfolgt. unter Berücksichtigung entsprechender Prioritäten. und möglichst engpassorientiertem Vorgehen und vor allem den Wert der Aufgabe beachtend, die ERFOLGSPLANUNG.

Dann kommt die DURCHFÜHRUNG der Pläne unter Zuhilfenahme des Zeitgestaltungssystems, welches eine erfolgssichernde Kontrolle ermöglicht.

Zur Philosophie des Erfolges gehört auch, sich mit den Mitmenschen zu umgeben, die Sie fördern, Ihnen wohlwollend gesinnt sind; die nicht daran interessiert sind, Ihnen Ihre Ideen kaputtzumachen und den Erfolg zu missgönnen.

Es lohnt, nach solchen Menschen gekonnt Ausschau zu halten und sie zu Freunden zu gewinnen.