S e l b s t b e s t i m m u n g

Der Unterschied

Der Lehrling, die Pflichten, Feierabend, selbstbestimmt oder fremdbestimmt? Gute Stimmung oder Frust? Last oder Lust und Freude?

Darf ich Ihre Phantasie etwas beanspruchen?

Stellen Sie sich vor, Sie sind Lehrling in einem Handwerksbetrieb. Es gehört u.a. zu Ihren Pflichten, abends vor Feierabend den Werkstattraum zu säubern.

Es ist kurz vor Feierabend, Sie räumen gerade Ihr Werkzeug auf den richtigen Platz, Sie sind in guter Stimmung, es ist Wochenende. morgen und übermorgen also arbeitsfrei.

Da kommt Ihnen in Ihrer guten Stimmung der Gedanke: „Heute kehre und sauge ich die Werkstatt besonders gründlich. Dass es nur so blitzt. Kein Stäubchen soll der Chef sehen”,

Da kommt der Meister auf Sie zu und sagt: Dass Du mir ja die Werkstatt heute am Wochenende gründlich kehrst, ich möchte kein Stäubchen sehen”!

Es ist das gleiche Ziel (die blankgefegte Werkstatt), aber was geschieht?

Sie denken z.B. “dieser blöde Meister, um jeden Dreck rauer sich kümmern, Hauptsache, einem die Stimmung und Arbeitslust zu nehmen” o.ä.

Ihre Motivation ist gestört, die Lust, dem eigenen Ziel, „die staubfreie Werkstatt, dass es nur so blitzt”, ist dahin. Lustlos, weil aufgefordert, weil befohlen, weil ein Fremdziel, gehen Sie an die Arbeit. Was Tanz wäre, beschwingtes Bücken in den letzten Winkel, elegante, flinke Bewegungen, wie ein Spiel, ein Sport, wird Unlust, ja Qual und Widerwille. Diese schlechte Stimmung klingt auch noch nach Ende der Arbeit etwas nach Verdirbt Ihren Heimweg. Vielleicht sogar das erste Gespräch mit dem nächsten Gesprächspartner.

Der Unterschied?

Eigenes Ziel: Lust, Motivation, Freude am Schaffen, Erfolgserlebnis nach dem Gelingen.

Fremdes Ziel: Ein Muss eine Last, etwas Aufoktroiertes, kein Erfolgserlebnis, im Gegenteil, schlechte Stimmung, Frust, gestörtes Verhältnis zu Meister und Arbeit.

Wenn der Meister wirklich glaubte, etwas sagen zu müssen, könnte es vielleicht so gehen?

“Du,. Max, bald ist Feierabend Du weiß doch, dass d er Chef am Wochenende, wenn er Gäste hat, und das ist fast immer der Fall, seinen Gästen immer seine Werkstatt vorführt. Da wird er sich sicher sehr freuen, wenn sie blank geputzt ist, wenn er kein Stäubchen findet.

Sie antworten: „Genau das habe ich mir bereits vorgenommen. So blitzblank, wie die Werkstatt heute sein wird, hat er sie noch nie gesehen. Der Chef wird nur so staunen”.

Ein anderes Beispiel?

Lassen Sie sich einige weitere Beispiele aus Ihrem Leben einfallen!

Denken Sie an Situationen mit Ihrem Partner, mit Ihren Kindern, mit Kollegen.

Machen Sie sich den großen Unterschied zwischen einem eigenen Ziel und einem Fremdziel ideutlich. Den Unterschied zwischen Lust, Motivation, Erfolgserlebnis und Widerstreben, Unlust, Widerstand. Dem eigenen Wollen und dem “Muss, dem “Zwang”

Sind Sie manchmal Meister? Oder sind Sie der Lehrling?

Was gäbe es auszumerzen?

Da, wo Sie “Meister sind, kann eine kleine Redewendung, eine kleine andere Formulierung verhindern, dass Sie ungewollt Mitmenschen demotivieren, ihnen Lebensfreude nehmen und die Entfaltung stören.

Es lohnt sich zu kontrollieren.

Aber auch als „Lehrling” können Sie positiv reagieren und sich nicht durch Fremdbestimmung auch noch Ihre Seele vergiften lassen Denn nicht der „Meister” vergiftet Sie, sondern Sie gestatten es ihm. Das muss nicht sein.

Mit wenigen Worten, ja mit einem Wort, mit dem Tonfall, können Sie eine gute Stimmung erzeugen oder sie stören.

Ihr Wort hat Zauberkraft!

Gehen Sie besonders im Umgang mit Mitmenschen sorgfältig mit Ihrer Zunge um.

Gerade bei Nahestehenden wird so häufig gesündigt. Das Wort kann zerstören, aber auch viel erreichen und aufbauen.

Probieren Sie es vor allem auch dort aus, wo Sie glauben, „keine Rücksicht” nehmen zu müssen. Bleiben wir mitmenschlich” und verursachen wir Harmonie!!

Der Unterschied ist groß, er kann gewaltig sein.