6. Ich handle entschlossen!

Wenn ich in meinen Überlegungen und Handlungen bis zu diesem Punkt gekommen bin, habe ich mir bereits das Können angeeignet, das ich brauche, um meine Vorsätze zu verwirklichen – oder?

Oder bin ich an einzelnen Stellen doch vor den kleinen aber unerlässlichen Aktivitäten zurückgeschreckt?

Die gleiche Situation kann sich aber auch stellen, wenn ich vor der Lösung größerer Aufgaben, stehe.

Wovor habe ich dann noch Angst?

Wovor schrecke ich zurück?

Könnte es doch nicht ganz die richtige Aufgabe sein – oder?

Die meisten unserer Zeitgenossen zermürben sich in Selbst-Zweifeln. Wer sein Lebenswunschbild hat, für den gibt es kein oder. Er braucht ja nur abzuwägen, ob ihn die Aufgabe dem Ziel näher bringt. Auch wenn mal ein kleiner Umweg dabei ist – was soll’s? Wenn ich auf den Gipfel eines Berges will, um den herrlichen Ausblick zu genießen, kann ich in der Falllinie hochklettern. Ich kann aber auch in Serpentinen oder spiralförmigen Windungen dem Ziel entgegengehen und mich hierbei an den immer neuen Wundern der Natur ergötzen und mehr und Schöneres erleben als mir der kürzeste Weg gebracht hätte.

Oder habe ich Angst, dass ich „es” nicht schaffe, die Aufgabe nicht lösen könnte?

Wer die Ursachen richtig zu setzen vermag, so wie die Verursachungsstrategie dies uns aufzeigt, der vermag die Aufgabe -wie groß oder klein sie auch immer sein mag, so vorzubereiten, dass sie lösbar ist.

Eine Aufgabe planen heißt, sie zerlegen, zerlegen in Teilaufgaben, die ich mit meinem Können lösen kann. Je größer eine Aufgabe ist, umso mehr Teilaufgaben gibt es, umso länger und zäher muss ich bereit und in der Lage sein, an dieser Aufgabe zu arbeiten.

Erfolgreiches Planen ist wie ein Tritt, den ich mir auf dem Weg zum Gipfel – als meinem Ziel – im Fels suche oder einschlage. Einen Tritt auslassen könnte für mich meinen Absturz und vielfach den sicheren Tod bedeuten. Wo der Berg flacher ist oder die Natur für mich verwertbare Tritte geschaffen hat, brauche ich mir keine Steighilfen schaffen.

Beim „Verursachenden Planen” ist es nicht anders. Die Schritte, die ich ohne zusätzliche Hilfen eines Planes gehen kann, für die brauche ich keinen Plan. Ich muss nur wissen, dass ich auch diese Schritte machen muss.

Wesentlich ist, dass ich die Teilschritte, von denen ich nicht weiß, wie oder wann ich sie lösen kann, mir in so kleine Teilschritte zerlege – und nur diese zerlege bis ich – in meiner wie auch immer gearteten Begrenztheit – auch diese Teilschritte gehen kann.

Einen guten Plan erkennt man daran, dass er alle Schritte (=Teilaufgaben) zum Ziel enthält. Aber nur die Teilaufgaben oder Teilaufgabenteile muss ich weiter zerlegen, die ich nicht ohne weiteres lösen kann. Der Könner konzentriert sich auf die Lösung gerade dieser für mich höchstpersönlich wesentlichen Teilaufgabe. Die Arbeitsmethodik hilft uns aber auch, eventuelle oder gegebenenfalls auch während der Lösung neu auftretende Hindernisse rechtzeitig zu erkennen und zu lösen!

Wenn wir dies uns und unseren Methodik-Freunden immer wieder bewusst machen und dies beispielhaft vormachen, nehmen wir uns und anderen die Scheu vor neuen Aufgaben! Es ist keine Schande, einen Misserfolg zu erleiden, Fehler zu machen, einmal zu scheitern. Es ist aber eines Menschen unwürdig, sich aufzugeben oder zu resignieren oder nur aus Angst vor dem Misserfolg lieber gar nichts zu riskieren.

Sicher:
„Nichts macht erfolgreicher als der Erfolg!”

Doch nicht der genialste Plan, sondern allein die aktive Tat entscheidet. Die Konsequenzen aus den vorstehenden Punkten führen unweigerlich zu einem höchstpersönlichen Erfolgskonzept. Hier gibt es keine allgemeingültige Weisheit, die sich durch Vorsagen vermitteln lässt.

In der Folge sollen deshalb einige weitere Denkanstöße gegeben werden, die den noch Zögernden in die richtige Richtung weisen. Den Weg zum Erfolg muss jeder aber selbst beachreiten1

  1. Ich wähle nach Maßgabe der Beruflichen Situationsanalyse oder der Persönlichen Situationsanalyse (Persitana) etc. “die” Aufgabe aus, die ich als erstes zu lösen begehre und wünsche.

Hier beginnen bereits die ersten Selbstzweifel. Die Mehrzahl unserer Zeitgenossen will sich nicht festlegen, sich nicht binden, möchte sich immer noch ein Schlupfloch offen lassen, um sich drücken zu können, möchte die Unverbindlichkeit, so wie eine freie Partnerschaft ja „so viel mehr” Vorteile hat wie eine herkömmliche Ehe, in der man vielfach nur den unverbindlichen Genuss will, um aber den Folgen und Pflichten sich soweit wie möglich drücken zu können.

Andere wollen – statt mit kleinen Schritten zu beginnen – sofort Großes und – erreichen nichts!

  1. Ich schaffe mir realistische und konkrete Vorstellungen vom Wert der zur Lösung bestimmten Aufgabe, des Wunsches, des Zieles. Meine Gedanken sollten dabei darauf gerichtet sein, immer höhere Werte durch meine Leistungen zu bieten. Sind diese Werte echt und für den Nutznießer meiner Leistungen erkennbar und verwertbar, so ist die angemessene materielle und/oder ideelle Anerkennung der Leistungen die natürliche Folge. Wer aber nur Scheinwerte bietet, oder wer nur altruistisch Werte bietet, wird mir in den Zustand wahrhaftig glückbringenden Schaffens kommen.
    Es gilt spätestens in dieser Phase zu erkennen, dass nicht das verstandesmäßig bestimmte wollen, sondern das mit ganzem Herzen Herbeisehnen (mit Leib und Seele wünschen) eines Zustandes für die Realisation entscheidend ist und ich diesen Wunsch stark machen muss. Ich kann dann gar nicht anders, als ihn mir zu realisieren.

An der Erfüllung meiner Wünsche arbeite ich gerne.

  1. Ich bereite mir die Aufgabe meiner Wunscherfüllung planmäßig vor.
    Der Wieplan zeigt mir alle Schritte auf, die ich in der Phase der Realisation zu beschreiten und in die richtige Reihenfolge zu bringen habe. Sie zeigt aber auch, welche Hilfen, welche Förderung ich hierbei durch Dritte brauche!
    Nur dann, wenn ich verstandes- und gefühlsmäßig überzeugt bin, alles zu haben, was ich brauche, um meinen Wunsch zu realisieren und ich auch über das Können verfüge, diese Schritte zu gehen, werde ich es wagen, mich auf den Weg zur Wunschrealisation zu begeben. Je mehr innere Vorstellungen, Hindernisse aus mir selbst im Weg liegen, umso mehr Kraft muss ich dabei für die Wunscherfüllung aufwenden. Doch vergessen wir nicht: Nicht mein Aufwand, sondern der Wert meiner Leistung für andere ist entscheidend für die -zu erwartende Gegenleistung. Je mehr es mir gelingt, meine inneren Leistungshindernisse abzubauen, umso höher wird meine effektive Leistungsfähigkeit.
  2. Ich entscheide mich für oder gegen die Durchführung meiner Aufgabe, meines Wunsches. Habe ich mich für die Durchführung entschieden, gibt es kein Zurück mehr!
    Wenn ich alle Brücken verstandesmäßig/gefühlsmäßig hinter mir abbreche, habe ich keine andere Wahl, als zu handeln!
    Hier ist ein wirksamer Impuls nötig, den es wirkungsvoll zu setzen gilt. Entscheidend ist, dass ich diesen Schritt tue und damit den ersten Schritt gehe. und wenn ich selbst noch zu schwach und unentschlossen bin, kann es nichts schaden, mich von anderen, z.B. meinen Methodikfreunden, zumindest vorübergehend , in die richtige Richtung stoßen lasse.
  3. Von nun an konzentriere ich mein Denken, Fühlen und Handeln ausschließlich auf die Zielverwirklichung!
    Bei echten Wünschen ist dies kein Problem. Bei Scheinwünschen, bei Berufsarbeiten, zu denen ich keine inneren Beziehungen habe, deren Lösung mir keine Erfüllung bringt, oder wenn ich es gewohnt bin, die Erfüllung meiner Wünsche von anderen zu fordern, da komme ich um bewusstes Wollen nicht Der Einsatz meiner Willenskraft wird aber als An­strengung empfunden. Sie führt fühlbar zum Kräfteverschleiß. Eine Aufgabe, eine Wunscherfüllung, für deren Durchführung ich mich nachreiflicher Überlegung entschlossen habe, sollte ich unter allen Umständen realisieren! Und sei es nur, um mich zu lehren, dass ich beim nächsten Mal vorsichtiger und überlegter an meine Zielwahl herangehe!
  4. Ich beschreite meinen Weg zur Zielerreichung und genieße die Erreichung jedes Teilzieles, bis ich mein Ziel erreicht habe, mit allen Hilfen, wie sie z.B. unsere ” Arbeitsmethodik” und die Verursachungsstrategie als Teil davon zu bieten hat.

Der verlockende Genuss des selbsterfüllten Wunsches ist mir dabei der schönste Lohn.

Und nun wünsche ich Ihnen nur:

Fangen Sie an!

Vielen Dank und viel Erfolg in Ihrem Handeln!